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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

23.04.19 11:16

Drittes HLB FI Auffrischungsseminar

Kategorie: Segelflug

Zum dritten HLB FI Auffrischungsseminar, vom Hessischen Luftsportbund e.V., haben wir am vergangen ersten Märzwochenende, in unser Fliegerlager eingeladen. 

Viele Segel- und Motorfluglehrer aus Nordhessen, 40 Teilnehmer, sind der Einladung gefolgt und haben in einem zweitägigen Seminar von mehreren Referenten spannende Beiträge gehört.

Am ersten Veranstaltungstag begrüßte Stephan Johannes, Ausbildungsleiter und Organisator des Seminares, alle Teilnehmer und gab den Verlauf sowie die Organisation der zwei Tage bekannt. 

Die Vortragsreihe begann Walter Hermann mit Informationen des Selbstbriefings und die Vorgehensweise beim Selbstbriefing. Er berichtete von dem Globalmodell ICON des DWD COSMO D2, Profikarten von wetteronline, pc met und Top Meteo. Er zeigte den Teilnehmern auch das GFS Modell und der sogenannte Spaghetti Karte über Berechnungen des Taupunktes und Niederschlag. Wegen des Klimawandels gibt es keine Idealzyklone mehr und die Prognosen für die Vorhersagen werden immer schwieriger.

Walter Hermann kritisierte auch in seinem Vortrag, dass in dem Bereich der Segelflug, in der Wettervorhersage keine Entwicklung gibt. 

Stephan Johannes, leitet schon seit Jahren den Bereich Segelflugausbildung beim FSV Kassel-Zierenberg. In seinem Vortrag startete er mit drei Beispielen, bei denen Flugschüler, unterschiedlichem Ausbildungsstand, verunglückten. 

Er erwähnte und zeigte in einer Grafik, dass die Unfälle auf ein relativ geringes Niveau gesunken sind, trotzdem passieren jährlich aus unterschiedlichen Situationen, auch im Ausbildungszeitraum doppelsitzig, mehrere Segelflugunfälle. Aus seinen Recherchen und Beobachtungen, stellte er in die Diskussionsrunde, wie sich Fehler vermeiden lassen. Im Fazit gab es reichlich Ideen und über die Erfahrungen will man sich noch mal austauschen.

Gerd Hollstein hatte einen Vortrag ausgearbeitet über Verhalten bei drohender Strafverfolgung nach Flugunfällen und Karl-Heinz Apel hatte sich um das Thema Frontalunterricht, Kompetenzbasiertes interaktives Lernen sowie das Thema Kollisionswarnsysteme über Flarm, PowerFlarm, TCAS, STCA/DFS Radar) und auch weitere zwei Referate ausgearbeitet, über Risikofaktor Pilot, wie man Stress vermeidet und wie Stress bewältigt wird und Neues aus dem DAeC Referat „Ausbildung und Lizenzen.“

Martin Heide, ehemals aus dem Konstruktionsbüro der Firma Schleicher bekannt, brachte ein Flugmodell mit und hielt ein Referat über Trudeleinweisung und flugmechanische Eigenschaften der ASK 21. Zu diesem Thema berichtete er über die Grenzen des Schwerpunktes, zum Einleiten des Trudelns den Anstellwinkel im Innenflügel verkleinern, wie die Autorotation eine hohe Ablösung erzeugt wird, dass durch betätigen der Bremsklappen die Fläche brechen kann, dass beim Seitengleitflug, das Seitenruder durch den Druck haften bleiben kann und dass nach einer doppelsitzigen Schulung, es besser sei, dass der Flugschüler die Mindestzulage erhöht. Er erwähnt, dass in der Unfallstatistik unkontrollierte Fluglagen dominieren. Es sei wichtig, sagte er, dass nicht nur Flugschüler, sondern auch erfahrene Piloten jährlich mit einem erfahrenen Trudeltrainer trainieren sollten.  

Klaus Viehmannn, verantwortlich beim Regierungspräsidenten Kassel für Luftfachliche Angelegenheiten, Luftaufsicht, Luftfahrerprüfung, was es neues vom RP gibt.

Über beide Tage wurden alle mit Mittagessen, Kuchen und Getränken von Heike Kornath und Thomas Groß, unsere Kantinenpächter, versorgt.

Zum Abschluss bedankte sich Stephan Johannes bei allen Teilnehmern, für die guten Ausarbeitungen, für die rege Beteiligung, für das Feedback sowie auch die Lösungsvorschläge und Umsetzungsmöglichkeiten.