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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

17.12.19 12:38

Nach dem Einpacken

Kategorie: Segelflug

Von: Christiane Müller

Die Tage am letzten Novemberwochenende, waren typische Novembertage. Nebelig trüb und kalt. Obwohl der Tag schon lange angebrochen war, wurde er nicht richtig hell. Die meisten Menschen haben in dieser Jahreszeit ein Gemütstief, wir auch, denn wir müssen am Boden bleiben. Aber was uns gegen diesen Winterblues hilft ist, dass in unserer Werkstatt eine ASK 21 liegt und auf die kleinen oder etwas größeren Schönheitsreparaturen wartet. Es ist nicht das erste Arbeitswochenende des Werkstattdienstes, denn die Jugendgruppe war am Wochenende davor auch schon in der Werkstatt fleißig. An diesem Morgen trafen sich Florian und Ivo als erste im Tagungsraum. Der große Kachelofen war an und in dem Raum war eine kuschelige Wärme. Ivo setzte sich auf die Bank vor dem Ofen und Florian kam dazu. Es dauerte auch nicht lange und es kamen immer mehr zur Tür herein, Michael, Jörn, Marius, Stephan und Andreas. Florian hatte schon den Schlüssel in der Hand und wir folgtem ihm in die Werkstatt. Von polieren, wachsen, fetten und schmieren bis hin zu Lackarbeiten, Austauschen von Teilen und Reparaturen an der Struktur, steht je nach Flugzeug, ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm für die Wintermonate auf unserer Agenda. Michael hält für uns den Focus darauf und gibt den Plan und die Einteilungen für die jeweiligen Wochenenden vor. Wir gingen in die Werkstatt und fingen an die Fläche zu waschen und polieren. Jörn und Ivo polierten die Fläche so auf Hochglanz, dass die Mücken über die Flächen, im Frühjahr, nur so rutschen werden. Florian saugte den Rumpf aus und kümmerte sich um die Trimmung. Florian konnte nur bis zum Mittag, denn am Nachmittag hatte er einen Auftritt im Posaunenchor auf dem Weihnachtsmarkt Anschließend hatte Michael den Wunsch, dass das Seitenruder abgebaut wird. Ivo machte sich Gedanken und holte das Wartungsbuch. Eigentlich hatte er schon eine genaue Vorstellung wie es gehen könnte, schaute aber noch einmal in das Wartungsbuch wie die Lagerungsbolzen und Aufhängebolzen gelöst werden. Vorstellung und Beschreibung waren eins, aber trotzdem hatte es eine Weile gedauert, bis sich das Ruder abnehmen ließ. Etwas Farbe brauchte das Ruder auch, Ivo rührte sie an und machte noch die Ausbesserungen. Am späten Nachmittag konnten Jörn und Ivo nach Hause gehen. Die anderen trafen sich auf dem Weihnachtsmarkt in Zierenberg und hörten den Klängen des Posaunenchores zu.