Logo der Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

5.08.20 12:27

Das Glück liegt im hohen Steigen

Kategorie: Segelflug

Von: Christiane Müller

Am Donnerstag, der Feiertag Christi Himmelfahrt, war Marius auf dem Weg, mit seinen Eltern, zum Dörnberg. Einen genauen Plan hatte er nicht, außer dass er mit seinem Bruder einen gemeinsamen Flug an diesem Tag machen wollte. Aber Marius hoffte auch auf eine ASW28 und auf einen schönen langen Flug. Jörn war mit seinem Caddy auch auf dem Weg zum Fliegerlager. Er hatte an diesem Morgen Eva mitgenommen. Auf seiner Agenda stand an diesem Morgen Windendienst. Sie bogen aus Fürstenwald links ab, Richtung Dörnberg. Eva schaute zum Himmel und sie freute sich auf einen vor ihr liegenden schönen Flugtag. In unserem Fliegerlager vor dem Haupthaus, versammelten sich alle Vereinsmitglieder. Nichts ist wie sonst die Jahre, denn alle standen weiträumig und mit großem Abstand voneinander entfernt. Wir hatten eine lange Winterpause durch den Corona Virus und waren froh, dass wir wieder etwas Vereinsleben hatten und fliegen konnten. Auf jeden Fall war es uns wichtig uns gegenseitig zu schützen, dass es so bleibt und wir regelmäßig fliegen können. Stefan Krull stellte sich kurz vor die Gruppe und betonte noch mal die wichtigsten Regeln zur unbedingten Einhaltung, denn sonst können wir wieder einpacken. Ab diesem Frühjahr gab es am Tower, ganz komfortabel die Möglichkeiten, zum Händewaschen und jetzt auch Desinfektionsmittel zum Reinigen der Flugzeuge, Telefone und Funkgeräten. Ulli war an diesem Morgen leitender Fluglehrer, es wurden die Flugzeuge eingeteilt, wir gingen Richtung Halle und Jörn setzte sich mit der Winde in Bewegung, Christian und Michael hatten sich die Route Würzburg und Thüringer Wald ausgesucht, mit dem Duo Discus xLT. Stephan hatte mit seinem Discus T auch einen ähnlichen Plan. Richard probierte mit der ASG 29 eine Runde zu fliegen und Aaron hatte sich eine ASW 28 sich reserviert. Drei Segelflieger blieben am Platz für Schulungsflüge. Marius wurde noch mal geprüft werden, bevor er Gäste, auch wenn es sein Bruder war, fliegen durfte. An diesem Tag waren die Bedingungen schwierig. Wer Glück hatte kam in der Blauthermik gut hoch, sogar sehr hoch. Das freut das Segellfiegerherz so richtig. Zwischendurch kamen aber Abschirmungen und noch der Wind machte den Überlandfliegern sehr zu schaffen. Aaron musste leider Außenlanden, Christian und Michael kämpften sich um ihr Vorhaben zu schaffen, siebeneinhalb Stunden durch. Richard kam auch etwas eher mit der ASG 29 zurück. So hatte Marius noch die Chance, unser neues Flugzeug zu fliegen. Das freute ihn sehr. Damit hatte er an diesem Tag nicht gerechnet. Eva ist mit der ASK 21 über eine Stunde in der Luft gewesen. Der Flugtag war ein langer Tag gewesen, auch wenn er bedingt durch den Zug der Kühe, kurzfristig abgebrochen werden musste. Für fast jeden hatte sich der Wunsch für diesen Tag erfüllt und war in der Luft. Die Flugzeuge wurden in die Halle gebracht, alle Tore verschlossen und Silvia unsere neue Kantinenwirtin hatte das essen fertig. Es war warm, die Abendsonne schien durch die Bäume. Die Stühle wurden weit auseinandergerückt und man saß noch lange zusammen und tauschte seine fliegerischen Erlebnisse aus.