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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

12.08.20 07:58

Der Südrand eines Hochdruckgebietes bringt Leben am Himmel

Kategorie: Segelflug

Von: Christiane Müller

Der Monat Mai hat viele Feiertage und am letzten Wochenende war Pfingsten, ein schönes, verlängertes Wochenende. Die Wetterprognosen für das Wochenende waren perfekt und die besten Voraussetzungen, für Streckenflüge gegeben. So strömten die Segelflugpiloten aus Frankfurt, Darmstadt, Erfurt und der nahen Umgebung auf den Dörnberg. In sozialer Distanz stand die Gruppe vor dem Haupthaus und folgten dem Briefing, am Samstagmorgen, vom Stefan Krull. Auch die Flugschüler*in sind mit Erwartungen gekommen, sie wollten, dass die freien Zeilen in ihrem Ausbildungsausweis gefüllt und unterschrieben werden. Die Startstelle wurde festgelegt, es wurde nachgefragt wer Überland will und wer will welchen Flieger? Alles wurde mit Handzeichen und Wunschäußerung beantwortet, „dann gehen wir raus“, sagte Stefan und schon knirschten die alten Holztore von den Hallen. Es brummte der Motor von der Winde, die Metallrollos am Tower knatterten, die Rucksäcke wurden eingeladen und die Technik in den Tower gebracht. Plötzlich war alles in Bewegung. Alle wollten, dass es vorwärts ging, dass die Flieger an den Start kamen, denn es sollten die Tage, die nun endlich wieder fliegbar waren, richtig ausgekostet werden. Insgesamt wurden mit Moritz, Tanja mit Stephan, Marius und Wolfgang zusammen 2680 km geflogen, zwischen einem Tag und drei Tagen zusammen. Die Schüler wechselten sich ab und teilten sich eine ASW 28 und zwei ASK 21. Auf ihrer Agenda stand, längere Flüge, Punktlandungen, Thermikflüge und die praktische B. Linus musste einmal außenlanden, denn es reichte nicht mehr bis zum Platz. Er suchte sich ein abgeerntetes Feld und landete vor Zierenberg. Eva ist beim letzten Flug punktgenau am Lande T gelandet. Felix war Fluglehrer und stand in der Höhe vom Lande-T, er war zufrieden und er unterschrieb ihr an dem letzten Abend die praktische B. Raphael hatte sich lange in der Luft halten können, hatte einen guten Bart gehabt und auch bei ihm wurde diese Zeile im Ausbildungsausweis gefüllt und unterschrieben. Am Samstagabend gab es ein Lagerfeuer und Sylvia und Michael hatten für das Wochenende reichlich eingekauft, zum Frühstück, für das Mittagessen und für den Abend war ausreichend gut gesorgt worden. Es waren noch keine sommerlichen Abende, mit milden Temperaturen, der Wind war noch rauh und kühl, aber am Feuer war es warm. Wem es nicht reichte, holte sich die dickere Jacke raus, oder nahm noch eine warme Decke mit raus. Alle genossen den Abend auf den dunklen Holzbänken, unter den hohen Bäumen, in netter Atmosphäre und mit sehr viel Spaß. Besonders wenn es um die Geschichten ging, die von den abenteuerlichen und spannenden Erlebnissen erzählen, von den Gebirgsflügen, von den Erlebnissen aus La Motte, oder die, die ein paar Tage länger her sind, da hört man einfach gern zu.