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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

12.08.20 08:05

Frischer Wind und viel Energie

Kategorie: Segelflug

Von: Christiane Müller

Michael hatte Fluglehrerdienst uns saß auf der Bank vor dem Fliegerlager. Andrea organisierte an diesem Samstagmorgen die Küche, sie kochte den Kaffee. Michael saß nicht lange allein, so nach und nach rückten die jugendlichen Segelflieger um ihn. Ihre Ausbildungsausweise sind fast voll. Sie haben große Ambitionen, nicht nur an diesem Wochenende, sondern auch in dem kommenden Sommerlehrgang. Andreas aus Darmstadt zählte durch, drei Aufgaben fehlten ihm noch. Auch Lukas, Ivo, Raphael, Fabian, saßen neben Andreas auf der Bank und sie hofften auf gute Flüge und dass der Sommerlehrgang sie in der Ausbildung zum Ende der Ausbildungszeit bringt. Michael sah zum Windsack und er war skeptisch, der Wind kam aus dem Westen bis Süd-West und immer wieder drehend. Er entschied sich für Süd-West. Andrea fragte nach wer am Abend mitgrillen möchte und wer etwas zum Mittag haben möchte. Wir zogen mit unserem Equipment nach Süd-West und bauten auf. Michael schaute auf die Flugschüler, ob alles gut und richtig ist. Aber er konnte sich verlassen, das wusste er. Michael flog mit dem ersten Flugschüler, lang halten konnten sie sich nicht in der Luft, sie landeten schnell wieder und Michael wechselte von einer ASK 21 in die andere. Nach dem vierten Start, fing es an zu regnen und der Wind drehte jetzt auf Nord-West. Wir mussten umbauen. Gegen Mittag kam mehr und mehr die Sonne raus, es wurde langsam thermisch und die Flüge wurden immer länger. Bei ASK 21 hatte sich der Sporn gelöst. Ivo machte sich auf den Weg und holte Schleifpapier und Pattex. Er legte sich unter das Flugzeug, reinigte und schliff die Klebeflächen und befestigte den Sporn wieder. Inzwischen war die ASW 28 frei, Ivo nahm sich den Flieger, startete und war lange nicht mehr zu sehen. Viel zu früh, am Abend drehte der Wind wieder und Michael musste den Flugbetrieb abbrechen. Wir bauten ab und gingen zum Fliegerlager zurück. Vor unserem Haus im Fliegerlager geht die Sonne unter. Die alte Holzbank vor dem Gebäude ist der Treff am Abend. Hier sitzt man gern und genießt die Abendstunden, bei gegrilltem aus der Küche und bei einem gekühlten Bier.