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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

22.07.21 11:06

Mit Energie in den Sommer starten und Abflug in die Ferne

Kategorie: Segelflug

Beim Briefing hatten sich schon vorher Michael und Klaus-Peter entschieden einen längeren Streckenflug sich vorzunehmen. Sie haben sich den Duo Discus xLT reserviert. Auch Christian, Florian, Tanja und Harald hatten viel vor in ihren Fliegern. Die Vorhersage für den kommenden Tag waren gut und Wolfgang sagte beim Briefing, es sind gute Voraussetzungen, laut Vorhersage für lange Strecken. Jörn war Windenfahrer und ging mit seinem Equipment zur Winde. Flugleiter war Moritz und er nahm die Kiste mit den Flugbüchern zum Tower mit. Die Winde röhrte laut, als sie ansprang und Jörn fuhr mit der Winde aus der alten Halle raus. Der Tower fuhr auch aus der Halle und ebenso die Lepos machten sich in einer kleinen Kolonne auf den Weg zum Hangar. Wir waren schon dort und schoben unsere Flieger raus. Ein Segelflugzeug nach dem anderen kam an den Lepo und wir zogen unsere Segelflugzeuge an den Start Süd-West. Dort prüften wir die Flieger, wie immer vor jedem Start und machten sie fertig zum Fliegen. Uns fasziniert am Segelfliegen vor allem die Nähe zur Natur. Die Beobachtung des Wetters und die Symbiose mit der Welt der Greifvögel. Sie sind die besten Thermik-Boten, die es überhaupt gibt. Als Segelflieger ist man natürlich darauf angewiesen, dass man die Natur richtig lesen kann und wissen muss, wo die Winde aufsteigen, mit denen wir nach oben kommen. Die Vögel sind die besten Indikatoren, weil sie die Asse darin sind. Wenn wir Vögel kreisen sehen, ist das für uns ein wichtiges Zeichen, da müssen wir hin, da können wir gut steigen. An diesem Morgen waren einige schon unterwegs und Horst sagte, dort kreisen drei, fliegt hin. Tanja, Christian, Michael mit Klaus-Peter, Harald und Florian ließen sich von Jörn in die Luft ziehen. Sie alle hatten alle einen längeren Streckenflug vor. Einen Überlandflug kann man sich vorstellen wie eine lange Autobahnfahrt mit viel Verkehr. Danach ist man erschöpft, die ständige Konzentration fordert Energie. Einmal in der Luft muss man seine geplante Strecke ständig an das tatsächliche Wetter anpassen. Heißt, ständig neu entscheiden. Die Prognosen für den Tag waren aber besser gemeldet als das Wetter uns an diesem Tag es bescherte. So ist das manchmal. Raphael hatte sich die ASW 28 fertiggemacht und wollte bis zur Weidelsburg. Genau zu diesem Zeitpunkt war die Thermik komplett zusammengefallen und alle Flüge waren nur noch kurze Flüge. Die Überlandflieger hatten sehr zu kämpfen. Nicht alles klappte so wie man es sich gewünscht hätte, aber alle kamen gut zurück und keiner musste außenlanden. Wir bekamen nun noch Rückenwind und hatten uns schnell entschieden einzuräumen. Wir machten keinen Start mehr und räumten unsere Flieger zurück in die Halle. Eric fuhr das Gelände ab und räumte die Schilder ein. Lilly, Stephan L. und Jonathan lagen unter den Fliegern und machten sie in der Halle sauber. Die anderen waren noch draußen und mussten ihre Flieger vor den Hängern reinigen und die Hänger zurück in das Lager bringen. Zum Abend hatte Sylvia Salate vorbereitet und Andreas stand am Grill und brutzelte die Steaks und Würstchen. Ein leckerer Geruch lag in der Luft und alle Teilnehmer versammelten sich im Garten auf den Bänken und an den Tischen, immer noch mit großem Abstand, so wie es zurzeit noch sein muss. Die Sonne schien durch die Bäume in den Garten. In lockerer Runde wurden von den Flügen erzählt und man gönnte sich die schöne Zeit in der Abendsonne.