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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

13.10.21 11:41

Herbstflug am Hang

Kategorie: Segelflug

Von: Christiane Müller

Es ist September. Auch ohne, dass man im Kalender blättert, sagte der kräftige Wind und die kühle Luft, als Eva die Haustür öffnete, dass es Herbst ist. Am Tag zuvor waren viele Lentis am Himmel, dass ließ hoffen, dass jetzt die Zeit kommt wo wir Welle fliegen können. Florian blickte in eine große Runde und sah in viele positiv hoffende Gesichter junger und erfahrener Segelflieger. Tanja war Flugleiterin, sie fuhr den Tower aus der Halle, lud die Rucksäcke ein und fuhr an die Startstelle Süd-West. Andreas ließ die Winde an, der Motor brummte auf und die schwere Winde fuhr durch das Fliegerlager auch zum Start. Die Flugzeuge wurden über den Platz gezogen und Lilly und Eric fuhren die Schilder aus. Der Wind stand kräftig auf Süd-West. Florian fragte die Flugschüler nach ihrem Ausbildungsstand und teilte die Flugzeuge ein. Oberhalb des Towers wurden die privaten Flugzeuge aus den Hängern gerollt. Der ein und auch der andere munkelte, der Hang wird tragen und die Schlepphöhen werden bei dem kräftigen Wind hervorragend sein. Gute Voraussetzungen heute. Der Hangwind entsteht, durch einen beständig wehenden regionalen Wind, der auf der Luvseite des Berghanges zu einer aufsteigenden Luftbewegung führt, hinter dem Bergkamm hingegen, auf der Leeseite zu einem schrägen Abwind. Die Aufwinde reichen mitunter doppelt so hoch wie das Hindernis. So lernen die Flugschüler an diesem Tag, wie die Luvseite optimal genutzt werden kann. Leider waren die Versuche nicht so lang wie gewünscht. Der Hangaufwind hat zwar getragen, aber nicht genug. Die Erfahrung mussten Andreas und Fabian machen, sie hatten wegen 5m Fallen, schneller landen müssen als zuerst geplant. So kann es gehen im Flug ohne Motor. Bis auf den letzten Flug am Abend, waren die Flüge kurz, nur am Abend , als sich Michael in den Flieger setzte, genoss er eine wunderschönen Flug am Hang. Er wollte erst gar nicht und dann entschied er sich doch zu fliegen. Er startete, klinkte in knapp 400m aus und flog am Hang auf und ab. Es sah gar nicht aus, als ob er wieder landen wollte. Florian gönnte es ihm, diesen schönen Flug und Tanja musste den Tower hüten, bis Michael wieder gelandet war. Sylvia hatte das Abendessen fertig, als die Piloten in das Fliegerlager kamen. Warm war es in der Stube und es roch nach leckerem Essen aus der Küche. Gemeinsam saßen einige noch zusammen, der Ofen wärmte und die Zukunftsperspektiven sind unter Piloten endlos.