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Fliegen & Fliegen lernen

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Bei Minustemperaturen auf Tour in Theorie

 

Ein leichter weißer Hauch von Schnee, lag über dem Dörnberg. Es war sehr kalt, obwohl an diesem Januarmorgen, nach langer Zeit, die Sonne aus einem stahlblauem Himmel schien. 

Im Tagungsraum war der Ofen an. Flugschüler und zwei Flugschülerinnen hatten sich auf den Weg gemacht und kamen in den Raum. In ihren Rucksäcken waren Schreibblöcke und Stifte, denn sie hatten das zweite Wochenende theoretischen Unterricht.

Stephan Johannes hatte den ersten Block, an diesem Vormittag. Er bereitete sich im Schulungsraum vor, während die Schüler und Schülerinnen sich an den Tischen verteilten. Stephan ist Ausbildungsleiter und auf seiner Agenda steht jährlich Aerodynamik und Technik. 

Der Raum ist mit einem Laptop und einem Beamer ausgestattet. Er wurde im Frühjahr renoviert und die angehenden jungen Piloten genießen die neue Technik.

Im Tagungsraum war Michael Leismann und er feste Pläne für den heutigen Samstag. Die ASW 28, die E1 stand in der Werkstatt und musste gewartet werden. Zwei Studenten aus Darmstadt und einige Vereinsmitglieder, ließen sich in der Werkstatt von ihm einweisen. 

Michael hatte im vergangen Jahr ein neues Drehgestell besorgt, in dem man den Flieger einschrauben und ihn mit wenig Aufwand drehen kann. So können alle Werkstatthelfer den Flieger problemlos drehen, kommen von allen Seiten bequem dran und können das Segelflugzeug mit wenig Muskelkraft warten.

Im Tagungsraum lagen noch einige Baureste von der Renovierung des Schulungsraumes. Klaus-Peter machte sich an die Arbeit. Er räumte die Rigipsplatten und die Holzlatten vorerst in die Remise. Der Raum wurde anschließend noch mal gewischt und außer den Hauben, die noch poliert werden müssen, war der Raum endlich wieder frei.

Die Sonne schien an diesem Vormittag und Marius ging in der Mittagspause raus um seinen Modellflieger an diesem schönen Wintertag mal fliegen zu lassen.

Im zweiten theoretischen Block kam Florian Kaiser in den Schulungsraum. Sein Fachgebiet ist Human Factors und Luftrecht - LuftVO, Luftraumstruktur (SERA). Die Flugschüler folgten mit großem Interesse seiner Präsentation, der Ausarbeitung und seinen Erklärungen.

Tobias Kill war mit viel Arbeit im Büro eingedeckt. Auch er schaute gelegentlich aus dem Fenster, aber seine Zeit für einen Spaziergang, reichte nicht. Am Sonntag hatte er auf seinem Plan stehen, den Flugschülern das Thema Luftrecht - EASA FCL und Luftrecht -Luftfahrerhandbuch (AIP), NfL beizubringen.

Der theoretische Unterricht geht noch bis zum 24. Februar. Unser neuer, junger Fluglehrer, Felix Schlummer, geht nächstes Wochenende mit den Flugschülern theoretisch auf Kurs. Er hat das Thema Navigation. Auch wenn jeder unserer Flieger GPS hat, braucht man eine gute Flugplanung und die Kenntnis wie die Streckenflugvorbereitung gemacht wird. Er hat für die Flugschüler Übungen vorbereitet.

Meteorologie ist ebenfalls ein großes Thema für den kommenden Samstag. Dieses Thema ist nicht nur umfangreich, es ist auch noch sehr spannend wenn Stefan Krull die physikalischen Kräfte des Wetters, die Advektionen, die adiabatischen Vorgänge erklärt und wie man den Spread berechnet.

Bis zum Nachmittag war das Fliegerlager stark belebt. Heike und Thomas hatten für den Abend gekocht und wer Lust und hungrig war konnte gemütlich vor dem Ofen den Tag ausklingen lassen.

Glanz im Fliegerlager, zum Ende eines schönen Jahres

Um unser Lager wehte ein kalter Wind und der feine Nieselregen umhüllte die Umgebung in ein einheitliches Grau. Als wir den Tagungsraum betraten, stand ein geschmückter Weihnachtsbaum mitten im Raum und leuchtete sehr schön, so wie das alle seiner Art um diese Jahreszeit machen.

Thomas stand in der Küche an den Töpfen und war am Vorbereiten für den Abend, denn es war Nikolausabend mit vielen Gästen. Jeder hatte sich Gedanken gemacht über ein Geschenk, welche der Nikolaus an andere später verteilt.

Im Schulungsraum stand Stefan auf der Leiter und war die Decke am Malern. Stefan war sehr zufrieden, der Raum ist schön geworden und er wird dieses Wochenende fertig.

In der Werkstatt waren viele Flugschüler mit der ASK 21 beschäftigt. Michael Leismann stand in der Werkstatttür und dachte über die neue Aufgabenverteilung nach als er die vielen Schüler, die über dem Schulungsflieger hingen, sah und interessiert Wolfgang beobachteten, als er die Kupplung einbaute.

So schließt sich hier oben auf dem Dörnberg fast das Jahr, welches stark geprägt war, durch sehr gutes Flugwetter, viele Überlandflüge, Wettbewerbe und einen Sommer mit einem Gastflugverein. In Strecken- und Überlandflügen haben wir über 40.340 km erreicht und sind von ganz Hessen am 11. Platz. Es war ein Sommer der nie enden wollte, so wie wir, wir wollten auch kein Ende der Flugsaison.

Es hatte uns vieles in diesem Jahr bewegt und wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitgliedern und ihren Familien, die unsere Aktivitäten im Verein unterstützt haben, an den vielen Flugtagen in diesem Jahr, in den Lehrgängen, besonders im vergangen Sommer, als wir 40 Gäste im Lehrgang hatten, die jeden Tag mit uns in die Luft wollten. Wir bedanken uns für euren Einsatz bei den Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen um unser Fliegerlager und in unserem Fliegerlager.

Wir haben in diesem Jahr viel gestemmt und es hatte sehr viel Spaß gemacht.   

Ganz herzlichen Dank auch an Heike und Thomas, die an jedem unserer aktiven Tage raus kamen und uns morgens, mittags und abends mit Essen versorgten.

Wir wünschen euch allen, euren Familien und euren Freunden, ein frohes, gesundes und besinnliches Weihnachtsfest. Auch wünschen wir euch, für das kommende Jahr 2019, alles Gute, Gesundheit, viel Glück und Zufriedenheit. Wir freuen uns auf ein neues gemeinsames Jahr mit vielen schönen gemeinsamen und fliegerischen Momenten.

Werkstattarbeit und wir rüsten uns gegen Kälte

Schon auf dem Weg zum Fliegerlager konnte man sehen, dass der Winter begonnen hatte. Links und rechts leuchtete ein leichter Hauch von Schnee über der Landschaft. Die Wolken hingen an diesem Morgen aber tief herab und gaben einen trüben Eindruck. So war unsere Idee an diesem Morgen gar nicht so schlecht, den Tag in der Werkstatt verbringen und die Flieger in Ordnung bringen

Als wir im Fliegerlager um die Ecke bogen, brannte im Schulungsraum schon Licht. Kaum hatten wir die Tür zum Tagungsraum geöffnet, drangen laute Bohrgeräusche, aus dem hinteren Raum, uns entgegen. Einige Mitglieder, angezogen in Werkskleidung machten sich an den Wänden und Decken des Tagungsraumes zu schaffen. Der Raum dient besonders zur theoretischen Schulung während der Winterpause. Aus diesem Grund haben sich, unser Chef und in Abstimmung einiger Vereinsmitglieder, in den Kopf gesetzt, den Raum gut zu Dämmen, damit während den Blockunterrichten, im Januar und Februar, keiner frieren muss.

Michael Leismann ging über den Hof und sah eine große Schar an Flugschülern in den Tagungsraum wandern. Er folgte uns, setzte sich vor uns und gab uns ein Briefing für die bevorstehende Werkstattarbeit. Der Windsack lag in der Halle, dort musste nachgesehen werden, was daran kaputt ist, der Rumpf der ASK 21 musste gedreht werden. Dafür hatte Michael vorgesorgt, dass keiner mehr in der Werkstatt schwer heben musste. Er hatte jemanden gefunden, der uns ein Drehgestell baute, in der wir alle Segelflieger reinhängen konnten und drehen konnten. Nach der ersten Generalprobe an diesem Samstag, stellten wir fest es war ganz easy. Die Flächen mussten noch poliert werden und das Höhenleitwerk war noch nicht fertig.

Wir verließen die Werkstatt und gingen rüber zur Halle, wo auch unsere Werkstatt war. Michael hatte schon frühzeitig die Heizung angemacht. Wir machten uns an die Arbeit, schraubten, wuschen und polierten. Michael nutzt die Zeit der Stunde in der Werkstatt und macht mit den Flugschülern an den Fliegern etwas theoretische Schulungen. Er erklärte an diesem Morgen Materialaufbau der Tragflächen und den Strömungsverlauf auf den Tragflächen. 

Zwischendurch trieb uns der Hunger rein. Heike hatte Bratwürstchen für uns. Auch die am Renovieren waren gönnten sich zur gleichen Zeit eine Pause.

Am Nachmittag kam dann die Feuerprobe in Aktion. Die ASK 21 wurde in dem Drehgestell auf gehangen. Sie hielt und wie schon gesagt, es war überhaupt nicht schwer. Wir drehten die 21 und alles funktionierte einwandfrei. Anschließend gab es nicht mehr viel zu tun. Wir hatten ja fast alles schon vormittags erledigt.

Die Abenddämmerung legte sich über das Land. Im Schulungsraum hatten sich die Helfer entschieden, nach Hause zu fahren. Auch wir räumten unser Werkzeug weg und fuhren nach Hause. Bis nächstes Wochenende, denn da sind wir wieder oben.