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Fliegen & Fliegen lernen

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Spätsommerliche Thermikflüge

 

Der Blick aus dem Fenster des Fliegerlagers sagte uns an diesem Morgen, es wird wieder ein schöner Flugtag. Stephan Johannes und Florian Kaiser, saßen am runden Tisch im Fliegerlager. Um sie herum saßen die Flugschüler und warteten auf das Briefing. Stephan begann mit der Wetterprognose, der Windrichtung und welche Startstelle wir nehmen. Anschließend kam die Einteilung für Winde und Tower, ebenso der Hinweis, dass alles getankt werden musste.

Der diesjährige Sommer ist traumhaft und Fabian meinte nach dem Briefing, „so viele Flüge, wie in diesem Jahr hätte er noch nie gehabt.“ Fabian freute sich an diesem Morgen auf die E4, eine ASW28. Er plant seine praktische C und hatte vor bei ausreichender Höhe, den Seitengleitflug zu üben.

Ab den frühen Mittagsstunden wurde die Thermik immer besser. Die Überlandflieger machten sich auf den Weg. Auch die Flugschüler hielten sich lange oben, hatten Höhen von über 1400 m und genossen die ruhige Luft. Auch Fabian war weit oben und übte seinen Slip. Die Wolken zeichneten uns die Thermik, aber auch zwischen den Wolken, im Blau, gab es gutes Steigen.

Beide Fluglehrer, Stephan und Florian, hatten reichlich zu tun. Thorge brauchte noch mal eine Überprüfung und ist anschließen allein geflogen. Fabian hatte beim ersten Start die sterbende Winde. Er ist anschließend in der E4 lang unterwegs gewesen. Marianne kam auch gut rum und hatte einen schönen langen Flug mit Fluglehrer. Michael bekam vom Florian eine Einweisung auf dem Duo Discos, vom Florian. In dieser Zeit koordinierte Stephan das Geschehen am Platz. Tanja und Wolfgang sind Überland geflogen. Felix setzte sich in seine Libelle und flog lange über dem Dörnberg. Bei dem schönen Wetter kamen auch Gäste die vom Florian und vom Uwe mitgenommen wurden. Aaron saß auf der Winde und konnte vom Michael noch abgelöst werden und nutzte die Gunst der Stunde und flog die E4. Zwischendurch kam Heike raus und brachte uns etwas zu Essen und selbstgemachten Zwetschenkuchen.

Wir sind an diesem Tag viel geflogen. Wir packten um 18:00 ein, rüsteten die Flieger ab, denn Konni hatte zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Viele Gäste kamen, klein und groß. Die Stimmung war toll und viele Gäste saßen bei schönstem Sonnenuntergang noch lange draußen.  

Sommerfluglager auf dem Dörnberg bei Ausnahmewetter mit rekordverdächtigen Flügen

Ein Bericht von Dr. med. Florian Kaiser

Die wüstenähnlichen Temperaturen der letzten Tage bescherte den Segelfliegern auf dem Dörnberg ungewohnt gute Flugbedingungen. Beim ersten gemeinsamen Sommerfluglager der beiden Vereine Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg vom Dörnberg und der Luftsportgruppe Erbslöh aus Langenfeld bei Düsseldorf lagen die Schwerpunkte in der Anfängerschulung und im Leistungsflug. Bei seiner Abschiedsrede bedankte sich der Vorsitzende der FSV, Dr. Stefan Krull, am Freitag Abend bei den ca. 50 Teilnehmern für deren umsichtiges Verhalten auf dem ungewohnten und für ein Segelfluggelände ungewöhnlichen Terrain und betonte die Unfallfreiheit der vorangegangenen zwei Wochen. 

Immerhin waren die Gäste mit zehn Flugzeugen angereist. Zusammen mit den einheimischen Fluglehrern kümmerten sich so fünf Trainer um den Nachwuchs und es konnten einige Freiflüge und andere Flugprüfungen absolviert werden. 

Die bei den Landwirten ungeliebten heißen und trockenen Wetterbedingungen bescherten den Fliegern in diesem Jahr ungewöhnlich gute Flugbedingungen mit Flüghöhen nahe 3000 Metern und Steigwerten von oft mehr als 5 Metern pro Sekunde. Wenn dann gegen Mittag die Thermik einsetzte, schwangen sich die Profis zu ihren Überlandflügen in die deutlich kühleren Höhen. Dabei gelangen mehrere Dreiecksstrecken von bis zu 750 km Reichweite.

Insgesamt absolvierten die Teilnehmer in den zwei Wochen 530 Starts und 700 Stunden Flugzeit. Es wurde eine Gesamtstrecke von über 25000 km zurückgelegt. 

Für die Versorgung der Teilnehmer sorgte Kantinenwirtin Heike mit ihrem Team. So wurde auch der letzte Abend bei Burgern und Kuchen harmonisch verbracht und im Anschluss versammelten sich alle Teilnehmer zum Beobachten der Mondfinsternis in der lauen Sommernacht.

Während die Langenfelder Kameraden am Samstag den Rückweg antraten, dauert der Sommerlehrgang der FSV noch eine weitere Woche.