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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

  • Aktuelles

Septemberlehrgang für unsere Studenten

In der kommenden Woche startet unser Spätsommerlehrgang für unsere Studenten aus Darmstadt. Der Lehrgang geht die ganze Woche vom 02.09. bis zum 09.09.2019. An diesem Lehrgang können auch Flugschüler, Lizenzinhaber und Mitglieder die den Lehrgang gern unterstützen, die Zeit und Lust auf schöne Flüge haben, gern teilnehmen. Die Wettervorhersagen sind sehr gut und wir freuen uns auf eine schöne, gemeinsame Woche.

So weit das Auge reicht, nur blau

Am Samstagmorgen um 6:25 Uhr lag die Welt unter einem leicht rötlichen Dämmerlicht des Himmels, von der aufgehenden Sonne, noch ruhig und verschlafen da. Etwa zwei Stunden später, war es genau umgekehrt. Ein Flugschüler nach dem anderen ging im Fliegerlager die Treppe hoch zum Tagungsraum. Stephan war im Büro um für die Schulungsflüge, für das kommende Wochenende, seinen Plan auszuarbeiten. Anschließend ging sein Blick noch einmal über die Wettervorhersage, dann nahm er seine Notizen und ging auch in den Tagungsraum. Die Jugend saß geschlossen am Tisch und einige Piloten standen am Tresen, nahmen sich noch eine Tasse von dem heißen Kaffee aus der Küche. Stephan begann mit dem Briefing und informierte alle über das Wettergeschehen und ging gemeinsam mit allen den Tagesablauf durch, dem Aufrüsten der Flieger, die Dienste und die Ablösungen im Tower und auf der Winde. Nach dem Briefing ging es raus zurrten wir unsere Rucksäcke zu, beluden den Tower und gingen raus. Die versprochene Blauthermik stellte sich nicht so richtig für uns ein. Es blieb fast immer bei den Versuchen hoch zu kommen, aber weg vom Platz, kam keiner. Außer Fabian und Stephan. Sie waren die einzigen, an diesem Tag, aber auch erst zum Abend hin, die eine Höhe bis zu Inversion bekamen. So konnte Fabian mit Stephan Trudeln üben, denn die Spalte war noch offen im Ausbildungsausweis für die praktische A Prüfung. Wem es nicht so sehr kümmerte, ob es gute oder wenig gute Thermik gab, war Marius. Er wurde auf eine neue Flugzeugklasse geschult, auf den DuoDiscus xLT. Vier saubere Starts und Landungen hatte er uns gezeigt. Lucas, hat sich vor kurzem sich frei geflogen Er ist 14 und geht ehrgeizig an seine fliegerische Ausbildung. An diesem Samstag hatten wir kräftigen Ostwind und die Landungen waren nicht so ganz einfach und mit den letzten Landungen, war er sehr zufrieden. Ivo musste seine Landeanflüge mit Slippen und punktgenauen Landungen zeigen, er trainiert für das Jugendvergleichsfliegen. Stephan war mit allen zufrieden, es sind alle genügend in die Luft gekommen und wir konnten am Abend gemeinsam wieder einpacken. Nach einem Flugtag treffen sich immer alle auf der Holzbank, vor dem Haupthaus im Fliegerlager. Dort lassen wir, bei der untergehenden Sonne, gern den Tag ausklingen. Zufrieden waren wir auch, denn es war ein schöner Flugtag.

Die anderen Tage

Es gibt Tage, da liegt die Wolkenbasis über unserem Gras und nur ein paar Umrisse der Helfensteine erkennt man durch den weißen Schleier, der um uns die Natur in einen dichten Dunst einhüllt. Selbst die Kühe wirken eigentümlich bei ihrer Wanderung durch den grauen Dimmer über unsere hügelige Landschaft. Solche Tage gibt es leider, auch im Sommerlehrgang. Eigentlich kribbelte es einigen Flugschülern unter den Fingern, denn sie waren nicht mehr weit entfernt vom Freiflug, von ihrer Lizenz oder ihrer praktischen B- und C-Prüfung. An einem dieser Morgen, gingen in den Jugendräumen die Schalosien hoch. Lucas Blick aus dem Fenster, über den Hof zum Haupthaus verriet ihm, dass an diesem Tag kein gutes Flugwetter ist. Hans blickte eine Etage höher, vom Haupthaus aus dem Fenster und auch in ihm stieg der Verdacht, dass an diesem Tag, aufgrund der Wetterprognosen nicht geflogen wird. Nun ist es ganz egal was man so meint, getroffen wird sich um 9:00 Uhr im Tagungsraum, zum Briefing. Jürgen, verantwortlicher Segelfluglehrer während des Lehrganges, kam mit den Blättern des DWD`s und auch sein Blick aus dem Fenster bestätigte ihm, was er zuvor gelesen hatte, flieg bar wird voraussichtlich unwahrscheinlich. Während die Gruppe um den runden Tisch hockte, sich unterhielt und die Zeit weiter voranschritt, kam die Überlegung die Jugendräume könnten mal aufgeräumt werden und dem Fußboden des Tagungsraumes etwas Wischwasser geben. Michael kennt noch weitere, viele Ecken, wo etwas sortiert werden könnte, etwas repariert werden muss oder auch die, die etwas Pflege brauchen. Er fragte die Gruppe, „habt ihr Lust dazu, dass mal zu machen,“ oder „schau mal hier, dass wäre schön, wenn das jemand in Ordnung bringen könnte.“ Die Gruppe bekam eine unglaubliche Dynamik. Die Jugendlichen, die den ganzen Tag, während des Lehrganges, auf dem Berg verbringen, sie merken, dass sich intensiv um sie gekümmert wird, damit die Ausbildung klappt. Die Lehrer nehmen sich viel Zeit und erklären ihnen die Zusammenhänge der Technik und sie merken, dass viel kostbares Material für die Ausbildung zur Verfügung gestellt wird, dass es gut ausgestattete Räumlichkeiten für sie gibt und täglich drei Mahlzeiten mit Snacks für Zwischendurch. All das schafft heimische Atmosphäre, für die sich Pflege lohnt. Doch trotz der Arbeit sieht man, dass die gemeinsame Aktion, Spaß gemacht hat. Am Ende des Lehrganges kam auch die Belohnung. Freiflug, Umschulung in die ASW28 und Außenlandung mit Ausbildungsabschluss. Vielen Dank an alle, die den Lehrgang unterstützt haben, die mitgeholfen haben, dass an jedem Tag ein sicherer Startbetrieb gewährleistet war, die auch bei den Instandhaltungsmaßnahmen rund ums Fliegerlager dabei waren und Arbeitseinsatz gebracht haben, dafür kam der Satz zurück, es war klasse heute.

Summer Breeze und Hot Spots unter blauem Himmel

Im Fliegerlager auf dem Dörnberg hat der Sommerlehrgang letzte Woche begonnen. An den ersten Lehrgangstagen war der Himmel ohne Wolken und nur der Morgen war noch recht kühl. Die jungen Flugschüler trafen sich morgens im Tagungsraum, saßen um den runden Tisch, glück darüber, nicht nur eine schulfreie Zeit zu haben, sondern die Chance jeden Tag zu fliegen. Eva hatte noch einen Grund mehr sich zu freuen. Sie ist seit einem Jahr in unserem Segelflugverein und hatte sich am letzten Sonntag freie geflogen. Ihr Vorhaben ist in diesem Lehrgang, die Alleinflüge länger auszubauen. Jürgen machte sich etwas Sorgen, wegen der starken Hitze. Er konnte die Flugschüler verstehen und gab morgens beim Briefing zu dem allgemeinen Tagesverlauf auch den Hinweis, „denkt an das Trinken, den Sonnenschutz und an die Pausen im Schatten.“ Der einfließende Hochdruck, die flächendeckende trocken und warme Luft gab den Flugschülern unter stahlblauem Himmel die Aufgabe, die Hot Spots zu finden. Wer sie hatte kam bis zu einer Höhe von 1800 AGL. Hatte sie es endlich geschafft und waren hochgekommen, gab es traumhafte Flüge auch für die Piloten, die sich zum Lehrgang eingeklinkt haben um die Tage zu nutzen und mit ihrem Flieger weiter Strecken zu fliegen. Jürgen merkte am Mittwoch, dass zum Nachmittag die Motivation nachließ und er entschied zusammen zu packen. Im Schatten vom Fliegerlager ließ es sich gut aushalten und Thomas und Heike lieferten Eis und eisgekühlte Getränke. In den weiteren zwei Tagen hing eine extreme Hitze über dem Land und alle entschieden, dass es zum Fliegen zu heiß war. Das Wochenende war angenehmer und eine große Schar Flugschüler stand am Start. Tobias war über das Wochenende Fluglehrer, er stand am Tower und prüfte seine Liste. Abwechselnd wurden die beiden ASK 21 mit Schülern besetzt, und Jürgen, der eigentlich frei hatte, unterstütze Tobias. Der Tag ging schnell um. Am Abend rollten die Hänger hinter den Lepos, die anderen Flieger an den Schleppstangen, der Tower in einer langen Karawane Richtung Fliegerlager. Einige saßen vor dem Haupthaus unter dem schattigen Pavillon und gönnten sich ein kühles Getränk. Heike und Thomas haben den ganzen Tag gekocht und organisierten das Buffet. Die Stimmung war klasse, man freute sich zusammen zu sein. Die Sonne verschwand hinter dem Horizont. An den Pavillons gingen die Lichter an und man feierte bis spät in die Nacht.