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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

  • Aktuelles

Wir freuen sich auf den Osterlehrgang vom 15.04. bis 26.04.2019

Es ist Ferienzeit und das Frühjahr beginnt. darauf freuen sich hauptsächlich unsere Flugschüler, denn es heißt für sie, jetzt geht es täglich in die Luft. In diesen Osterferien bieten wir in der Woche vor und der Woche nach Ostern Ausbildungsflüge an.

Der Flugbetrieb beginnt täglich um 9:00 Uhr mit einem gemeinsamen Briefing in unserem Fliegerlager. Die Fluglehrer geben morgens ein Briefing mit den Wetterinformationen und den Einteilungen der Positionen. Anschließend ziehen wir mit unseren Lepos die Segelflieger zum Start. Nach einem Check am Flugzeug und vor dem Start im Flugzeug, unter Aufsicht der Segelfluglehrer, lassen sich die Flugschüler per Winde in einem doppelsitzigen Segelflugzeug, mit Fluglehrer, in die Luft ziehen. Die Schüler lernen auf unserem Segelfluggelände unterschiedliche Start- und Landepositionen kennen. 

Nach etwa 40-60 Starts können Flugschüler sich frei fliegen, das heißt, ab diesem Zeitpunkt haben die Schüler gelernt, allein mit einem Segelflugzeug zu fliegen.

Am Abend genießen wir die Zeit im und am Fliegerlager in der wunderschönen Landschaft, dem Dörnberg. Die Flugschüler schlafen zum größten Teil im Jugendhaus, direkt auf unserem Grundstück. Auch gibt es genügend Möglichkeiten bei uns zu Zelten. In den Jugendräumen gibt es eine Küche, dort können sich selbst etwas kochen oder essen im Fliegerlager bei unserer Kantinenwirtin.

An einigen Abenden gibt es Gegrilltes, auch ein Lagerfeuer, oder man spielt gemeinsam am Kickerautomaten. Es gibt viele schöne Möglichkeiten und ganz viel Abwechslung und natürlich auch jede Menge Spass.

Endlich dem Himmel wieder nah…

waren die jungen Flugschüler und erwachsenen Piloten, nach der langen Winterpause, am letzten Wochenende. 

Am Morgen als Tobias noch das Briefing hielt, lagen über dem Fliegerlager die Helfensteine noch im tiefen Dunst. Tobias schaute über die Tischreihen. Es waren viele neue Flugschüler an diesem Morgen dabei. Tobias schaute aus dem Fenster und sagte in die Runde, dass er um 10:00 noch mal ein Briefing macht. 

Der Himmel riss auf, die Sonne legte ihre ersten warmen Strahlen über unseren Dörnberg und es zeigte sich am Vormittag keine einzige Wolke. So war zu Beginn des Tages keine Thermik möglich, aber die ruhige Luft war für die jungen Flugschüler zum Üben im Schulungsraum und zum Landen und Starten gut.

Wir waren am Rande eines Hochdruckgebietes, dass über Nordeuropa lag. Die milde und trockene Luft in den ersten Frühjahrstagen tat uns gut. Gegen Mittag entwickelte sich eine leichte Bewölkung über uns. Die Hoffnung eines jeden einzelnen auf ein Bärtchen stieg. Der Wetterbericht sagte auch, dass ab 12:00 Uhr UTC Thermikbeginn ist.

Einige Piloten probierten es aus und schafften es auch länger oben zu bleiben, manche mussten es noch einmal probieren. 

Mit dem DuoDiscus sind am Sonntag Stephan und Christian los und haben ein Dreieck von über 372,02 km geschafft. Sie sind über den Westerwald und das Sauerland geflogen. Kai hat die gleiche Richtung genutzt und ist ebenso gut rumgekommen. 

Oben in der Luft zu sein, dem Himmel wieder nah zu sein, hatte an diesem Wochenende alle begeistert. Wer gerade nicht fliegen konnte hat sich vor den Tower gesetzt und die warme Frühlingsluft genossen.

Die Abende klingen auch wieder vor dem Fliegerlager aus. Selbst in der Spätabendsonne ist es noch warm gewesen, so dass keiner Lust hatte reinzugehen.

Am kommenden Wochenende gibt es Osterferien. In dieser Zeit starten wir unseren vierzehntägigen Osterlehrgang. Geflogen wird wieder täglich, so dass hauptsächlich Flugschüler die Möglichkeit haben mit ihrem Ausbildungsprogramm, weiter zu kommen.    

Aber auch unsere Profis nutzen diese Frühjahrstage für lange Streckenflüge. Wir freuen uns auf eine schöne, gemeinsame Zeit.

Drittes HLB FI Auffrischungsseminar

Zum dritten HLB FI Auffrischungsseminar, vom Hessischen Luftsportbund e.V., haben wir am vergangen ersten Märzwochenende, in unser Fliegerlager eingeladen. 

Viele Segel- und Motorfluglehrer aus Nordhessen, 40 Teilnehmer, sind der Einladung gefolgt und haben in einem zweitägigen Seminar von mehreren Referenten spannende Beiträge gehört.

Am ersten Veranstaltungstag begrüßte Stephan Johannes, Ausbildungsleiter und Organisator des Seminares, alle Teilnehmer und gab den Verlauf sowie die Organisation der zwei Tage bekannt. 

Die Vortragsreihe begann Walter Hermann mit Informationen des Selbstbriefings und die Vorgehensweise beim Selbstbriefing. Er berichtete von dem Globalmodell ICON des DWD COSMO D2, Profikarten von wetteronline, pc met und Top Meteo. Er zeigte den Teilnehmern auch das GFS Modell und der sogenannte Spaghetti Karte über Berechnungen des Taupunktes und Niederschlag. Wegen des Klimawandels gibt es keine Idealzyklone mehr und die Prognosen für die Vorhersagen werden immer schwieriger.

Walter Hermann kritisierte auch in seinem Vortrag, dass in dem Bereich der Segelflug, in der Wettervorhersage keine Entwicklung gibt. 

Stephan Johannes, leitet schon seit Jahren den Bereich Segelflugausbildung beim FSV Kassel-Zierenberg. In seinem Vortrag startete er mit drei Beispielen, bei denen Flugschüler, unterschiedlichem Ausbildungsstand, verunglückten. 

Er erwähnte und zeigte in einer Grafik, dass die Unfälle auf ein relativ geringes Niveau gesunken sind, trotzdem passieren jährlich aus unterschiedlichen Situationen, auch im Ausbildungszeitraum doppelsitzig, mehrere Segelflugunfälle. Aus seinen Recherchen und Beobachtungen, stellte er in die Diskussionsrunde, wie sich Fehler vermeiden lassen. Im Fazit gab es reichlich Ideen und über die Erfahrungen will man sich noch mal austauschen.

Gerd Hollstein hatte einen Vortrag ausgearbeitet über Verhalten bei drohender Strafverfolgung nach Flugunfällen und Karl-Heinz Apel hatte sich um das Thema Frontalunterricht, Kompetenzbasiertes interaktives Lernen sowie das Thema Kollisionswarnsysteme über Flarm, PowerFlarm, TCAS, STCA/DFS Radar) und auch weitere zwei Referate ausgearbeitet, über Risikofaktor Pilot, wie man Stress vermeidet und wie Stress bewältigt wird und Neues aus dem DAeC Referat „Ausbildung und Lizenzen.“

Martin Heide, ehemals aus dem Konstruktionsbüro der Firma Schleicher bekannt, brachte ein Flugmodell mit und hielt ein Referat über Trudeleinweisung und flugmechanische Eigenschaften der ASK 21. Zu diesem Thema berichtete er über die Grenzen des Schwerpunktes, zum Einleiten des Trudelns den Anstellwinkel im Innenflügel verkleinern, wie die Autorotation eine hohe Ablösung erzeugt wird, dass durch betätigen der Bremsklappen die Fläche brechen kann, dass beim Seitengleitflug, das Seitenruder durch den Druck haften bleiben kann und dass nach einer doppelsitzigen Schulung, es besser sei, dass der Flugschüler die Mindestzulage erhöht. Er erwähnt, dass in der Unfallstatistik unkontrollierte Fluglagen dominieren. Es sei wichtig, sagte er, dass nicht nur Flugschüler, sondern auch erfahrene Piloten jährlich mit einem erfahrenen Trudeltrainer trainieren sollten.  

Klaus Viehmannn, verantwortlich beim Regierungspräsidenten Kassel für Luftfachliche Angelegenheiten, Luftaufsicht, Luftfahrerprüfung, was es neues vom RP gibt.

Über beide Tage wurden alle mit Mittagessen, Kuchen und Getränken von Heike Kornath und Thomas Groß, unsere Kantinenpächter, versorgt.

Zum Abschluss bedankte sich Stephan Johannes bei allen Teilnehmern, für die guten Ausarbeitungen, für die rege Beteiligung, für das Feedback sowie auch die Lösungsvorschläge und Umsetzungsmöglichkeiten.