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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

  • Aktuelles

Sommerlehrgang vom 16.07. bis 03.08.2018

Wie in jedem Jahr, so auch wieder in diesem Jahr, bieten wir in den Sommerferien, einen Sommerlehrgang für unsere jungen Flugschüler und erfahrenen Segelflugpiloten an. Wenn die Wettervoraussetzungen passen, haben wir neben dem Schulungsbetrieb auch die Möglichkeit täglich über das nordhessische Bergland zu fliegen, Bärte aufstöbern, Routen planen bis zum Thüringer Wald, zum Ith, oder zur Wasserkuppe und auch noch weiter. Auf diese langen Sommerflüge freuen wir uns alle. 

In diesem Jahr bekommen wir von einem Verein, aus dem Herzen von Nordrhein-Westfalen, der Luftsportgruppe aus Erbslöh Langenfeld, mit 35 Teilnehmern, Besuch. Der Verein nimmt in der Zeit von 14.07. bis 29.07.2018 an unserem Sommerlehrgang teil.

Abgerundet wird der Sommerlehrgang in unserem Fliegerlager, mit einem Sommerfest, mit Lagerfeuer und leckerem Buffet. In netter und familiärer Atmosphäre und mit unseren Gastverein aus Langenfeld werden wir gemeinsam, bei guter Musik, die meistens von unserer Jugendgruppe organisiert wird, den Abend genießen.

Ein Kranich kreist über den Dörnberg

Unser Briefing
Das Wetter wird gut, alles muss raus...
...und aus den Hängern
...dann an den Start...
Die Route planen
Unser Besuch...
...mit dem Kranich...
...am Start...
...aus dem Baujahr 1954...
...lässt Erinnerungen aufleben
Wir reihen uns ein
Marius am Start
Auch er startet öfters
Etwas Zeit für einen Austausch
In aller Frühe zum Sunrise-Fliegen
...und die ersten Sonnenstrahlen sehen

Am Mittwoch vor Fronleichnam, reiste eine kleine Gruppe aus Nordrhein Westfalen zu uns, auf den Dörnberg. Es waren ein paar Mitglieder aus der Luftsportgruppe Erbslöh Langenfeld und sie hatten zwei Hänger dabei, darin waren ein Kranich III und eine K6, zwei Liebhaberstücke, Top gepflegt. Die Mitglieder wollten unser Segelfluggelände einmal testen, denn sie kommen in diesem Sommer zu uns, mit 60 Mitgliedern, vielen Flugschülern, zu unserem Sommerlehrgang.

Am Donnerstagmorgen trafen wir uns gemeinsam zum Briefing. Der Wind war an diesem Morgen sehr schwach und kam aus Nord-Ost. Wir beschlossen die Start- und Landestelle, nahmen alle Flieger mit und bauten auf. Thermisch war der Tag super. Viele haben sich entschieden, längere Strecken zu fliegen. Am späten Nachmittag zog eine Front rein. Der Himmel verdunkelte sich Zunehmens bedrohlicher und die Wolken standen schwarz über den Helfensteine. Wir beeilten uns, zogen zügig die Flieger von der Landebahn in Richtung Halle, packten die anderen Flieger schnell in die Hänger, räumten ein und gingen in das Fliegerlager. Die Front zog an uns vorbei, es hatte nicht mal zu regnen angefangen, so setzten wir uns noch draußen vor das Fliegerlager.

Da für den Verlauf des nächsten Tages, nicht besonders gutes, fliegbares Wetter sein sollte war, hatte sich eine Gruppe zusammengeschlossen, den Tag ganz früh zu nutzen, für Sunrise Fliegen.

Briefing war an diesem Morgen 3:50 MEZ. Das war sehr früh für alle Teilnehmer. Für alle die es noch nicht mitgemacht hatten, aber auch für diejenigen die es schon mal erlebt hatten, ist es ein klasse Event. Tiefes Schwarz. Ein Schwarz, wo man Horizont nicht vom Himmel unterscheiden kann, holt man die Flieger aus der Halle. Es ist Stille und es geht kein Wind. Am Start angekommen, beginnt im Osten über Kassel, die Welt so langsam Konturen zu gewinnen. Um 5:00 Uhr ist der erste Start. Mit rasanter Gleichmäßigkeit ist die Sonne schön über dem Horizont und taucht die Welt unter den Fliegern in ein warmes Licht.

Heike hatte für ein gutes Frühstück vorgesorgt und alle konnten sich in der Hergottsfrüh stärken.

Auch der Samstag begann mit schönem Wetter. Die Prognosen für die Thermik waren gut. Unsere Gäste aus Erbslöh Langenfeld hatten ihre beiden Flieger an dem Start. Jeder von uns bekam die Chance noch mal Kranich zu fliegen. Wir kreisten mit dem Oldtimer Flieger in der Luft in 75 km/h, der sich auch völlig ruhig flog. Während der Landung war er deutlich zu hören, durch das laute Pfeifen.

Gegen Nachmittag sind sie wieder nach Hause gefahren. Am 16. Juli, zu unserem Sommerlehrgang, sind sie wieder bei uns, mit ca. 60 Mitgliedern.

An diesem verlängerten Wochenende, waren sich die Segelfluglehrer einig, Thorge kann allein fliegen. Er flog sich frei und schaffte auch seine A-Prüfung. Er ist klasse geflogen.

Gegen späten Nachmittag kam noch mal gute Steigwerte. Simon, unser Flugschüler aus Frankfurt, ist noch mal eine Stunde geflogen, bevor er mit dem Zug nach Frankfurt zurück reiste. Er hatte geschwärmt davon, wie schön es gewesen war, in der Höhe von über 1000m.

Am letzten Wochenende waren die Wetterprognosen nicht gut gemeldet. Aber das es doch gut fliegbar war, haben Wolfgang und Christian im Duo xlt  gezeigt. Sie waren 323,90 km geflogen, hatten bis zu 5m Steigwerte und Höhen bis 1685 AGL. 

In dieser Zeit ist auf unserem Flugplatz, Lukas H. von der ASK21 auf ASW28 umgestiegen. Er hatte auch über 1000m erreicht und er war nur schweren Herzens, zur Landung zu bewegen. Gefallen hatte es ihm in dem Flieger und er freut sich auf die nächsten Flüge in der E4.

In über 2000m Höhe wird der Raum ein Erlebnis

 

Die Vorhersagen für das Segelflugwetter, vom letzten Wochenende waren so gut, dass man es auf keinen Fall verpassen sollte, sich einen Flieger zu organisieren, eine längere Strecke und ein FAI Dreieck ausarbeiten und sich früh auf den Weg machen. Die Vorhersage war gute Blauthermik, vereinzelt auch sehr gute Cumulusthermik mit Arbeitshöhen von 1600 bis über 2500 Meter.

Kai wollte den Tag auch nicht verpassen. Er saß am Straßenrand, wartete auf seine Mitfahrgelegenheit  und blickte in die ICAO Karte. Es war Nord-Ost Wind und er könnte eventuell am Tag in Süd-Ost drehen. Vielleicht denkt er, erstmal Richtung Norden, dann Richtung Osten und gegen Abend aus dem Süden zurück.

Die Mitfahrgelegenheit kam, Kai stieg ein und sie fuhren zum Dörnberg. Für den Tag wurden warme Temperaturen angekündigt, aber noch war die Luft erfrischend als die beiden aus dem Auto stiegen. Ein Blick Richtung Berg ließ erahnen, dass an diesem Tag die Kühe getrieben werden mussten.

Einige Piloten saßen schon im Tagungsraum, als die beiden den Raum betraten. Heike hatte Kaffee vorbereitet, der dampfend auf dem Tisch stand. Um kurz vor neun kam Segelfluglehrer Stephan mit dem Wetterbericht und machte das Briefing. Einige Vereinsmitglieder waren noch auf Wettbewerben und der DuoDiscus war auch noch unterwegs. Zur Verfügung für Überlandflüge waren zwei ASW 28 und die ASG 29. Die beiden Schulungsflieger ASK21, mussten am Platz bleiben, weil Flugschüler fliegen wollten und weil eine Luftfahrerscheinprüfung an diesem Tag gemacht werden sollte. Kai entschied sich für eine ASW28 und die Anderen teilten sich die zweite ASW28 und die ASG29 auf.

Kai begann mit der Flugvorbereitung und rüstete sich die E4 auf. Er musste etwas warten, denn zu Beginn des Tages waren die Wetterbedingungen noch nicht optimal. Das dachte sich auch Tanja, sie hatte ihren Privatflieger dabei und wollte einen 300 km Flug fliegen.

An den Schulungsstarts konnte man sehen wie sich die Thermik entwickelte. Gegen 11:00 Uhr hatten wir 3m bis 5m Steigen. Um 11:30 Uhr war es dann soweit. Kai und Tanja machten sich auf den Weg. Beide schafften ihre Runden, die sie sich vorgenommen hatten. Tanja flog Porta Westfalica/ Steinberg Wessel und nach Zierenberg zurück. Sie hatte sich die 300 km vorgenommen und geschafft. Kai hatte sich etwas mehr vorgenommen. Er flog auch Richtung Porta, sein zweiter Wendepunkt war bei Magdeburg, weiter flog er Richtung Erfurt und dann zurück zum Dörnberg. Bei ihm waren es 534km.

Heike und Thomas hatten im Fliegerlager schon den Grill an. Bei schönstem Wetter, bei warmen und sommerlichen Temperaturen, ließen wir den Tag, mit leckerem Essen, im Garten ausklingen.