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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

  • Aktuelles

Zweisamkeit mit einem Flieger, in der Werkstatt

Jörn arbeitet am Höhenleitwerk
Conny fettete die mechanischen Lager.
das Innenleben...
... einer ASK 21
Ein Herz für eine ASK21
Die leidenschaftliche...
...Pflege einer...
Libelle
Teamberatung...
...mit Michael
"Hier brauch es auch noch Pflege"
Das Innenleben...
eines tollen Fliegers...
...eiener Libelle

Auf dem Dörnberg, vor dem Fliegerlager, ist eine Werkstatt, etwas größer als eine Garage. Dort in der Werkstatt liegt ein Schulungsflugzeug, eine ASK 21, auf zwei Holzböcken und wartet darauf, dass auseinander genommen und gepflegt wird.

Es ist kurz vor 10:00, am Samstagmorgen und Jörn ist mit seinem Auto, auf dem Weg zum Fliegerlager. Er fährt die Zierenberger Straße hoch und biegt links zum Dörnberg ab. Mit einem Blick über den Dörnberg, sieht er. dass der Windsack noch am Masten hängt.. „Das Wetter ist unangenehm,“ denkt er, „graues Novemberwetter mit Nieselregen. Es gab schon schönere Tage hier oben.“

Im Fliegerlager angekommen, ging er in den Tagungsraum. Einige waren schon da, hatten sich Kaffee eingeschüttet und saßen gemeinsam am runden Tisch.

Michael hatte die Einteilung der Werkstattarbeit noch nicht ganz fertig. Aber das war für Jörn nicht wichtig, denn er wusste, dass er viel in der E5 geflogen war, außerdem hängt sein Herz an der E5 und deswegen war er zu ersten Werkstatttermin dabei.

Jörn baute die Sitzschalen seines Segelfliegers aus und Conny säuberte und fettete die mechanischen Lager. Nach dem Mittagessen ging an das Waschen und Polieren der Flächen und des Höhenleitwerkes.

In der Werkstatt war nicht nur die ASK21. Es lag auch eine Libelle auf Holzböcken und auch sie brauchte eine winterliche Pflege. Die Libelle ist ein Privatflieger und gehört Stefan und Felix. Viele lange und schöne Flüge, in La Motte, auch mehrstündige Wellenflüge über dem Dörnberg, hatten Stefan und Felix in der Libelle gehabt.

Am Nachmittag legten wir unser Werkzeug an die Seite. Stefan und Felix arbeiteten noch weiter an der Libelle. Wir gingen aus der Werkstatt und der Nieselregen hatte immer noch nicht nachgelassen. Als wir die Tür zum Haupthaus öffneten, kam uns der gute Geruch von den gebackenen Gänsen, aus Heikes Küche entgegen. Aber das gute Essen hatte noch Zeit, erst zum Abend hatte Heike für 100 Gäste, für Vereinsmitglieder und ihren Familien ein Gänseessen geplant.

Jörn war ganz zufrieden mit seiner Arbeit in der Werkstatt. Es ist einiges geschafft worden. Für die nächste Woche hat er auch schon einen Plan, da wird er wiederkommen und an seinem Flieger arbeiten

Das Fliegerjahr neigt sich dem Ende

Zuerst alle Hänger raus...
...dann das Leitwerk...
...abnehmen
Ein Schulungsflugzeug...
...kommt in die Werkstatt
...hoch mit dem Rumpf...
...und warten bis nächstes Wochenende
Der nächste Flieger...
...das ist die zweite...
...ASK 21
Der Duo ist dran...
...knapp gebaut, aber passt
...und tschüss
Ein Tower wird verstaut...
...und auseinander gebaut...
...alles fertig, das Tor kann zu!

Der Herbst rückt uns immer mehr auf den Pelz und mit großen Schritten kommt er uns seit Tagen immer näher. 

Als wir vor dem Hangar standen, blies der Wind uns kalt entgegen und wir merkten, dass selbst unsere warmen Jacken, nicht die Kälte von uns abhielt. Wir machten den Kragen unserer Jacken enger und zogen die Schultern hoch und rieben unsere Hände. Etwas wehmütig betrachteten wir unsere Flieger, denn jetzt stand fest, heute findet kein Flugbetrieb statt. Auf unserem heutigen Plan stand Abrüsten. 

An diesem Tag waren wir nicht ganz komplett, denn einige sind zum Hessischen Segelfliegertag in Wetzlar gewesen. Wir sind gespannt darauf, zu erfahren, was es neues gibt.

Wir warteten vor der Halle auf Unterstützung, die uns beim Anfassen der Flächen halfen. Die Hilfe kam auch gleich und es dauerte auch nicht lange und der erste Flieger stand draußen. Mit gemeinsamer Kraft, bauten wir die Flächen unserer Flugzeuge ab und hievten sie in den Hänger. Wolfgang sammelte die Fallschirme ein, packte sie in die Taschen und nahm sie mit in das Büro. 

Eines von unserem doppelsitzigem Schulungsflugzeuges kam in die Werkstatt, die anderen Flieger bleiben vorerst in ihren Hängern, bis sie mit der Wartung dran sind.

Am kommenden Wochenende soll es losgehen, mit den Arbeiten in der Werkstatt. Dann nehmen wir als erstes unsere E5 auseinander und werden pflegen, polieren, schrauben und prüfen.

Aber erst einmal alles der Reihe nach. Der Tower stand noch im Hof und musste auseinander genommen werden. Er wurde oben vor die Halle gebracht und mit vereinten Kräften wurde das Dach vom Tower abgehoben. Alles weitere folgte dem jährlichen Rhythmus, denn die Hänger mussten einer nach dem anderen in die Halle gefahren werden. 

Das war es an diesem Tag. Wir schlossen das Hallentor ab, gingen in unseren Fliegerlager und schauten was Heike leckeres für uns gekocht hatte. Die Wärme tat uns gut, wir blieben noch eine ganze Weile zusammen und erzählten uns von den bevorstehenden Urlaubsplänen. Wann denn dann, wenn nicht jetzt, haben Piloten Zeit dazu, natürlich im Winter. 

Die siebte Welle

Briefing
Gemütlich geht hier so
Auf dem weg zum Start
Hans war für den Tower verantwortlich
Flug in den Wolken
Eine Wolkenstraße
Endlich mal wieder blau über uns
Simon macht eine Sonnenpause
Einräumen und...
...Flieger putzen und...
...einen Sonnenuntergang zum Abschluss
Kicker Turnier...
Heike und Thomas feuern die Teams an
Heiß ging es her
Die Sieger
der nächste Tag
Hans freut sich auf den Flug
Kai fliegt die...
...K6
fliegt über den herbstlichen Dörnberg
Paul hatte den Herkules im Visier
Kassel liegt unter einer Wolkendecke
Die letzten Flüge...
...in der Abendsonne...
im Herbstlehrgang

Tiefer Dunst liegt über der Stadt Kassel und auf der Fahrt, hoch zum Dörnberg war die Sichtweite nur gering. Es war die zweite Woche des Herbstlehrganges und seit ein paar Tagen hatten wir Hochdruckeinfluss. Jeder der Teilnehmer wollte das schöne Herbstwetter noch einmal nutzen, um vielleicht Welle zu fliegen, oder am Hang zu fliegen.

An den ersten Tagen des Lehrganges, waren unsere Gesichter lang, denn starker Regen und nasses Gelände, machte uns das Leben schwer, es gab keine Möglichkeit raus zu gehen um zu fliegen.

So hatten Thomas und Michael die Zeit genutzt und besorgten für das Kicker Turnier einen neuen Kicker Automat und bauten ihn im Tagungsraum auf. Tja, da waren die Ecken, sie sahen nicht aus als hätten sie einen Neigungswinkel. Leon und Yannik probierten ihn gleich aus, sie waren begeistert, es lässt sich sehr gut drauf spielen und die ecken hatten einen Neigungswinkel.

Am Donnerstagmorgen konnten wir das erste Mal in der ersten Lehrgangswoche fliegen. Der Wind war kräftig und uns bot sich endlich gute Möglichkeiten den Hang zu nutzen. Starten, Landen und ein paar Schulungsflüge, immerhin es ging doch.

Auch der darauffolgende Tag war gut. Erstmals sahen wir das Blau des Himmels und langsam kamen immer mehr Sonnenstrahlen durch. Auch hier bescherte uns der Hangwind Glück und wir hatten einen schönen Flugtag.

An diesem Abend hatten wir unser Kicker Turnier. Spannung pur mit konzentrierter Hochleistung, standen die Teilnehmer an dem Kicker. Spaß hatte es gemacht und für die Gewinner gab es auch einen Pokal.

An jedem weiteren Tag, wurde das Wetter immer besser. Nach morgendlicher Nebelauflösung kam die Sonne heraus, es war wurde über 20° C warm. An den Hängen und unterhalb des Dörnbergs färbten sich immer mehr die Blätter und tauchte die Landschaft in eine goldgelbe Farbe. Eine Gruppe, aus unserem Verein kauften sich zusammen eine K6. Auch sie kam an mehreren Tagen zum Einsatz und zwar bis zum Sunset.

Alles was zwei Flächen hatte, alles was vier Räder hatte wurde jeden Tag mit raus genommen. Ab diesem Wochenende hatte jeder ein Rendezvous mit einer Welle. Am Morgen, bei den ersten Starts blickten die Piloten auf das Kasseler Becken und dort hing sie noch, die Nebeldecke und über uns strahlte der blaue Himmel. Das E-Vario zeigte gutes Steigen, es war Welle. 

Beim Fliegen im Hang-Wind fliegt das Segelflugzeug auf der Luv-Seite eines Berghangs in einer aufwärts gerichteten Luftströmung. Hangwind findet man zum Beispiel, wenn ein Bergrücken quer zur Windrichtung steht. Je nach Windstärke und Hangform kann bis mehrere hundert Meter über die Hangkante gestiegen werden. Hangaufwind war die erste Form des Aufwindes, welche von Segelflugzeugen genutzt wurde. Leewellen entstehen bei besonderen Starkwind-Wetterlagen auf der windabgewandten Seite eines Hindernisses. Segelflieger erkennen diese Wetterlagen häufig an den charakteristischen Lenticulariswolken.

Jeder Pilot konnte sich freuen in der zweiten Woche noch dabei gewesen zu sein. Denn es gab fast jeden Tag Wellenflüge. So konnten sie zum Lehrgangsende zählen: "Ich hatte die siebte Welle, in einer Woche."

Zum Lehrgangsende hatten Stephan und Wolfgang einen Jahresrückblick vorbereitet. Wolfgang hatte eine Fluganalyse in 3D mitgebracht und hat uns von dem Wettbewerb in Nitra, mit Christian und Michel erzählt und von einem Wettbewerb aus La Motte. Mit der 3D Analyse zeigte er uns, wie schwierig es einmal war, in den Alpen aus einem Tal wieder heraus zu kommen um in das andere Tal zu fliegen, zurück zum Flugplatz. Das war super gemacht.

Gemütlich war es an diesem Abend, in unserer guten Stube, in unserem Tagungsraum. Es wollte keiner so recht seine Nachbarn aufgeben, manche hatten ihre Zimmer im Fliegerlager, andere sind dann spät noch nach Hause gefahren.