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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

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Einmal Blau und zurück

Der Samstagmorgen zeigte sich von seiner schönen fliegerischen Seite, als wir über den Hof in den Tagungsraum gingen, zum Briefing. Ganz deutlich waren die Konturen der Lentikularis Wolken zu erkennen, ein stahlblauer Himmel und wir dachten sofort an Wellenflüge.

Florian war leitender Segelfluglehrer und wir setzten uns zu ihm. Er gab uns den Wetterbericht und prüfte die Einteilungen. 

Wir hatten Nord-West Wind, der im Verlauf des Tages, wahrscheinlich etwas zunehmen wird.

Der Tower fuhr an die Startstelle und auch wir zogen unsere Flieger an den Start und checkten sie. Mit Batterie und Fallschirmen bepackt, gingen wir vom Tower zu unseren Fliegern und prüften. Die Lentis verschwanden noch in den Morgenstunden, der Himmel wurde mehr und mehr konturlos und ein kräftiger Nordwestwind zerriss uns zum Teil die Thermik.

Die Alternative ist, bei starkem Wind, gute Hangflüge zu nutzen. Der Wind trifft auf die Bergflanke unseres „Hohen“ und wird luvseitig hangaufwärts abgelenkt. Hier haben wir an der Hangdüse gutes Steigen und wir fliegen über dem Hang in relativ ruhiger Luft. Normalerweise sind im Lee die Abwinde, aber auch hier können Leewellen entstehen und wir haben gute Flugbedingungen.

In Blauthermik den richtigen Punkt zu finden, war nicht so einfach. Es ist ein ständiger Korrekturprozess gewesen und man versuchte seinen Kreis so auszurichten, dass er passte. Wer seinen Bart an diesem Tag gut zentriert hatte, kam hoch und ist auch lange unterwegs gewesen. Manch anderer kam schnell wieder zur Landung.

Tanja in ihrem Discus bT, Klaus in der 21, Florian und Kai, haben sich in der K6 abgewechselt, Moritz in der ASW 28, am Abend flog noch Harald und auch Conny, alle waren längere Zeit in der Luft. Sie hatten die Thermik richtig zentriert und hatten schöne Flüge.

Und wenn man gerade nicht fliegt, fährt man Seile holen oder sammelt gelandete Flugzeuge mit den Lepos ein.

Am Ende des Fliegertages, hatten Heike und Thomas für uns lecker gekocht, wir breiteten uns im Garten, unter den Bäumen aus, genossen die schöne Abendstimmung.

Sommerlehrgang vom 16.07. bis 03.08.2018

Wie in jedem Jahr, so auch wieder in diesem Jahr, bieten wir in den Sommerferien, einen Sommerlehrgang für unsere jungen Flugschüler und erfahrenen Segelflugpiloten an. Wenn die Wettervoraussetzungen passen, haben wir neben dem Schulungsbetrieb auch die Möglichkeit täglich über das nordhessische Bergland zu fliegen, Bärte aufstöbern, Routen planen bis zum Thüringer Wald, zum Ith, oder zur Wasserkuppe und auch noch weiter. Auf diese langen Sommerflüge freuen wir uns alle. 

In diesem Jahr bekommen wir von einem Verein, aus dem Herzen von Nordrhein-Westfalen, der Luftsportgruppe aus Erbslöh Langenfeld, mit 35 Teilnehmern, Besuch. Der Verein nimmt in der Zeit von 14.07. bis 29.07.2018 an unserem Sommerlehrgang teil.

Abgerundet wird der Sommerlehrgang in unserem Fliegerlager, mit einem Sommerfest, mit Lagerfeuer und leckerem Buffet. In netter und familiärer Atmosphäre und mit unseren Gastverein aus Langenfeld werden wir gemeinsam, bei guter Musik, die meistens von unserer Jugendgruppe organisiert wird, den Abend genießen.

Ein Kranich kreist über den Dörnberg

Unser Briefing
Das Wetter wird gut, alles muss raus...
...und aus den Hängern
...dann an den Start...
Die Route planen
Unser Besuch...
...mit dem Kranich...
...am Start...
...aus dem Baujahr 1954...
...lässt Erinnerungen aufleben
Wir reihen uns ein
Marius am Start
Auch er startet öfters
Etwas Zeit für einen Austausch
In aller Frühe zum Sunrise-Fliegen
...und die ersten Sonnenstrahlen sehen

Am Mittwoch vor Fronleichnam, reiste eine kleine Gruppe aus Nordrhein Westfalen zu uns, auf den Dörnberg. Es waren ein paar Mitglieder aus der Luftsportgruppe Erbslöh Langenfeld und sie hatten zwei Hänger dabei, darin waren ein Kranich III und eine K6, zwei Liebhaberstücke, Top gepflegt. Die Mitglieder wollten unser Segelfluggelände einmal testen, denn sie kommen in diesem Sommer zu uns, mit 60 Mitgliedern, vielen Flugschülern, zu unserem Sommerlehrgang.

Am Donnerstagmorgen trafen wir uns gemeinsam zum Briefing. Der Wind war an diesem Morgen sehr schwach und kam aus Nord-Ost. Wir beschlossen die Start- und Landestelle, nahmen alle Flieger mit und bauten auf. Thermisch war der Tag super. Viele haben sich entschieden, längere Strecken zu fliegen. Am späten Nachmittag zog eine Front rein. Der Himmel verdunkelte sich Zunehmens bedrohlicher und die Wolken standen schwarz über den Helfensteine. Wir beeilten uns, zogen zügig die Flieger von der Landebahn in Richtung Halle, packten die anderen Flieger schnell in die Hänger, räumten ein und gingen in das Fliegerlager. Die Front zog an uns vorbei, es hatte nicht mal zu regnen angefangen, so setzten wir uns noch draußen vor das Fliegerlager.

Da für den Verlauf des nächsten Tages, nicht besonders gutes, fliegbares Wetter sein sollte war, hatte sich eine Gruppe zusammengeschlossen, den Tag ganz früh zu nutzen, für Sunrise Fliegen.

Briefing war an diesem Morgen 3:50 MEZ. Das war sehr früh für alle Teilnehmer. Für alle die es noch nicht mitgemacht hatten, aber auch für diejenigen die es schon mal erlebt hatten, ist es ein klasse Event. Tiefes Schwarz. Ein Schwarz, wo man Horizont nicht vom Himmel unterscheiden kann, holt man die Flieger aus der Halle. Es ist Stille und es geht kein Wind. Am Start angekommen, beginnt im Osten über Kassel, die Welt so langsam Konturen zu gewinnen. Um 5:00 Uhr ist der erste Start. Mit rasanter Gleichmäßigkeit ist die Sonne schön über dem Horizont und taucht die Welt unter den Fliegern in ein warmes Licht.

Heike hatte für ein gutes Frühstück vorgesorgt und alle konnten sich in der Hergottsfrüh stärken.

Auch der Samstag begann mit schönem Wetter. Die Prognosen für die Thermik waren gut. Unsere Gäste aus Erbslöh Langenfeld hatten ihre beiden Flieger an dem Start. Jeder von uns bekam die Chance noch mal Kranich zu fliegen. Wir kreisten mit dem Oldtimer Flieger in der Luft in 75 km/h, der sich auch völlig ruhig flog. Während der Landung war er deutlich zu hören, durch das laute Pfeifen.

Gegen Nachmittag sind sie wieder nach Hause gefahren. Am 16. Juli, zu unserem Sommerlehrgang, sind sie wieder bei uns, mit ca. 60 Mitgliedern.

An diesem verlängerten Wochenende, waren sich die Segelfluglehrer einig, Thorge kann allein fliegen. Er flog sich frei und schaffte auch seine A-Prüfung. Er ist klasse geflogen.

Gegen späten Nachmittag kam noch mal gute Steigwerte. Simon, unser Flugschüler aus Frankfurt, ist noch mal eine Stunde geflogen, bevor er mit dem Zug nach Frankfurt zurück reiste. Er hatte geschwärmt davon, wie schön es gewesen war, in der Höhe von über 1000m.

Am letzten Wochenende waren die Wetterprognosen nicht gut gemeldet. Aber das es doch gut fliegbar war, haben Wolfgang und Christian im Duo xlt  gezeigt. Sie waren 323,90 km geflogen, hatten bis zu 5m Steigwerte und Höhen bis 1685 AGL. 

In dieser Zeit ist auf unserem Flugplatz, Lukas H. von der ASK21 auf ASW28 umgestiegen. Er hatte auch über 1000m erreicht und er war nur schweren Herzens, zur Landung zu bewegen. Gefallen hatte es ihm in dem Flieger und er freut sich auf die nächsten Flüge in der E4.