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Fliegen & Fliegen lernen

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Eine Vorhersage für gute Thermik und das Segelfliegerglück

 

Unser Tagungsraum war am letzten Samstag wie immer gut, mit vielen Piloten gefüllt. Während die Morgensonne durch die Fenster schien, verteilten sich die Mitglieder an den Tischen, sie nutzten die Zeit vor dem Briefing, um miteinander zu reden oder schauten auf ihren Laptop und überlegten welche Route wohl an diesem Tag die bessere war.

Stefan betrat den Raum, wünschte allen einen guten Morgen und begann das Briefing. Thermikbeginn war um 8:30 UTC und er machte uns noch mal darauf aufmerksam, dass im Tagesverlauf der Wind auffrischen wird. Er fragte nach ob jemand größere Ambitionen hatte und wer welches Flugzeug haben möchte. Stephan, unser Ausbildungsleiter meldete sich und sagte, dass er mit dem Duo Discus xLT und der Flugschülerin den Überlandflug machen wollte.

Der Wind kam aus 220° mit etwa 15 kt und Stefan entschied die Startstelle Süd/West.

Wir gingen raus, öffneten die Tore, zogen die Hänger raus, den Tower, die Winde und holten die aufgerüsteten Flieger aus dem Hangar. Wir setzten uns in die Leppos und zogen alles zur Startstelle.

In den Morgenstunden hatten wir noch mittelhohe Bewölkung, darüber noch CI-Felder. Es begannen die ersten Schulstarts und wir schauten zum Himmel und warteten darauf, dass es mehr aufriss.

So gegen 11:00 wurde das Wetter immer besser, die Sonne kam mehr zum Vorschein und wir rollten alle Flieger an den Start.

Wolfgang war der erste, der den Platz in seiner ASW 27 verließ. Er kam bis Steinberg Wessel und schaffte 275,72 km. Die meisten Piloten planten an diesem Tag ihre Route Richtung Niedersachsen.

Der Tag gestaltete sich wesentlich schwieriger, als gedacht. Die Aufwindfelder gaben uns nicht immer eine gute Ausgangshöhe für den Weiterflug. Wir mussten immer wieder einkreisen und neue Thermikbereiche suchen. Dazu kam noch der kräftige Wind, der uns in den Aufwindfeldern wieder versetzte. Stephan Johannes und die Flugschülerin schafften an diesem Tag von den geplanten 300 km 193,92 km. Die Route war bis Schäferstuhl geplant, über Porta Westfalica und zurück zum Dörnberg. Sie kamen bis Höhe Bockenem und drehten ab und flogen nach Hause.

Glück und einen schönen Flug hatte Aaron. Er schaffte an diesem Tag seinen 50 km Flug nach Eichsfeld und wurde vom Felix wieder abgeholt.

Die Sonne stand inzwischen tief und wir zogen die Hänger und die Flieger wieder zurück. Einige nutzten anschließend die letzten Sonnenstrahlen der Abendsonne, saßen vor der Remise und diskutierten über ihre Flugerlebnisse. Heike und Thomas hatten den Grill an und das Fleisch brutzelte schon. Es roch so lecker. Wir genossen unsere schönen Abendstunden mit einem kühlen Bier und gutem Essen.

Unser Flugbarometer steigt und steigt ...

Der Osterlehrgang ging am letzten Wochenende zu Ende. Einige Flugschüler fuhren am Samstag oder am Sonntag nach Hause. Wir waren im Osterlehrgang eine große Gruppe Flugschüler und Florian, Tobias, Michael und Wolfgang hatten viel zu tun.

An einigen Tagen, während des Lehrganges, zerriss der Wind uns die Thermik oder der Himmel versprach uns mehr als wir unter ihm fanden. Es gab aber auch Tage wo einige lange oben blieben. Wo sie in sehr guter Höhe von über 1000m fliegen konnten.

Am Ostermontag löste Tobias Florian als Fluglehrer ab und übernahm ab diesem Tag die Flugschüler und damit den Lehrgang. Tobias zählte die Teilnehmer, es waren viele dabei und eine Lehrgangswoche lag vor ihm.  Wolfgang war an dem Osterwochenende mit dabei und schulte mit.

Anfangs  hatten wir Platzrundenwetter. Der Wind blies kräftig und die Schwerwinde machten die Windenschlepps nicht einfach. Wir starteten auf Süd/West. Es war auch an diesem Tag recht frisch, ähnlich wie an den anderen Tagen. Abwechselnd setzten sich Tobias und Wolfgang in die ASK 21 und schulten junge Flugschüler oder überprüften sie. Samuel, Fabian und Andreas konnten nach ihrer Überprüfung wieder allein fliegen. Marius, hatte sich ja schon frei geflogen und brauchte auch noch eine Überprüfung mit Wolfgang. Sie starteten und gewannen etwas Höhe über dem Platz. Parallel startete auch Horst und gewann ebenso etwas Thermik. Die Piloten hatten Glück. Sie erreichten über Fuldatal eine Welle und flogen in 1700m. Wolfgang blieb mit Marius anderthalb Stunden in der Luft. Horst flog insgesamt über drei Stunden.

Für Marius war es ein tolles Erlebnis und ein langer Überprüfungsflug und er fliegt jetzt wieder allein.

Zum Saisonauftakt hatten wir 383 Starts und davon sind 235 Schulungsflüge dabei. Tag für Tag gaben wir unser Bestes. Alle Piloten und Flugschüler waren in den ersten beiden Wochen hoch motiviert, wir hatten sehr viel Spaß, haben viel gelacht, sind viel gelaufen und natürlich auch viel geflogen.

Vielen Dank an alle, die den Lehrgang, ob auf der Winde, im Tower und auch so den Flugbetrieb unterstützten, dass es Tage gab und wir mit allen über 100 Starts schafften. Es war eine klasse Zeit und gerade fängt unsere Saison erst an. Wir können uns alle auf eine schöne und gemeinsame Flugsaison freuen.

Frei in der Osterlehrgangswoche

Der Start in die neue Saison fängt immer mit dem Aufrüsten an. Am letzten Wochenende bauten wir mit Stefan auf. 

Der Tower musste zusammen gebaut werden, die beiden Schulungsflieger wurden aufgerüstet und die Hänger mussten aus der neuen Halle raus. Wir hatten viel zu tun, fassten gemeinsam an und hatten in einem guten Team viel Spass und alles geschafft. Darüber freuten wir uns, denn der Lehrgang sollte in der kommenden Woche beginnen und wir fieberten auf das Fliegen, nach einer langen Winterpause hin.

Marius hatte in seiner letzten Schulwoche, vor den Ferien nicht damit gerechnet, dass er in der Osterlehrgangswoche sich frei fliegen wird. Die Wetterprognosen waren nicht gut und alle Flugschüler, die sich angemeldet hatten, waren sich im Vorhinein nicht sicher, dass es reichlich Flugtage geben wird.

Unser Segelfluglehrer Florian Kaiser, hatte auch schon ein Programm für die schlechten Tage.

Die Ferien kamen, die Schüler hatten endlich frei und der erste Lehrgangstag kam und der Himmel riss für uns auf. Damit hatte keiner gerechnet und so freuten wir uns sehr, dass wir die Flieger aus der Halle rollen konnten und eine ASW 28 aufrüsten konnte. 

Wir hatten einen kurzen Weg vom Fliegerlager bis zur Startstelle Süd/Ost. Wir sind bei Sonne, Wolken und sehr kaltem Wetter bis Abends um 19:30 geflogen. Jeder hatte am Abend bis zu vier Flügen geschafft. 

Auch am zweiten Tag blieb der Regen aus und wir starteten auf Süd/West. An diesem Tag hatte Marius den ersten Flug, den zweiten Start mit einer Seilrissübung, mit Florian und hat die Aufgabe super gelöst. Anschließend löste er den Seilerückholer ab und ging auf die Außenwinkerposition. 

Torge war an der Reihe. Auf der Winde saß Lukas und musste an diesem Tag sich von Hans schulen lassen, denn er sollte seine Windenprüfung machen. In unterschiedlichen Höhen, klinkte Segelfluglehrer Florian aus und übte mit den Schülern Startabbruch. Simon hatte nach seiner Seilrissübung noch einen Start und flog an diesem Tag über eine Stunde in 700m. Er war sehr glücklich über diesen schönen Flug.

Am Nachmittag nahm Florian Lukas die Windenprüfung ab. Er hatte an diesem Tag viel zu tun, bei mehreren Startabbrüchen. Marius bekam einen Überprüfungsflug und flog sich anschließend frei. Er hatte eine tollen Flug, das erste Mal allein in der ASK 21 und eine super Landung auf Süd/West.

Alle Flugschüler waren an diesem ersten Flugtagen mit ihrem Saisonauftakt sehr zufrieden. Der dritte Lehrgangstag brachte nun den versprochenen Regen. Aber auch für diesen Tag hatten wir Programm. Für die Winde sind die neuen Seile gekommen. Wir gingen raus und holten die Winde aus der Halle und zogen die neuen Seile auf. Michel saß auf der Winde und zog vorsichtig die Seile auf. Anschließend sind wir mit der Winde und zwei Lepos raus gefahren und haben über die längste Strecke einmal quer über den Platz, die Seile ausgefahren. 

An den Abenden wärmten wir uns am Ofen und Heike stärkte uns mit gutem Essen und erfüllte die Wünsche mit einem Schnitzelabend. Auch sonst hatten wir Zeit in unserem Fliegerlager zusammen zu sitzen und zu reden. 

Der Lehrgang geht noch über eine Woche und wir freuen uns auf schöne, gemeinsame Stunden und Flugtage.